Seit 2004 bringt Kia mit dem Picanto etwas Würze in die Kleinstwagenklasse. Jetzt haben die Koreaner ihren Cityflitzer nachgeschärft.
Anschauen
Der einst für VW und Audi tätige Kia-Chefdesigner Peter Schreyer hat dem Fünftürer ein schickes Karosseriekleid verpasst. Kräftige Stossfänger, grosse Scheinwerfer und ein doppelter Kühlergrill sind die Highlights. Die nach hinten ansteigende Gürtellinie, der Dachspoiler und die Alufelgen vermitteln einen Hauch Sportlichkeit. Mit einem "Trick" wirkt zudem die Heckpartie breiter als sie eigentlich ist: Die Rückleuchten wurden weit nach aussen gezogen.
Reinsitzen
Auch im Innenraum setzt sich Schreyers Designsprache fort. So zieht sich quer übers Armaturenbrett eine geschwungene Zierleiste. Materialwahl, Verarbeitung und Haptik sind durchweg hochwertig und alles andere als typisch für einen Kleinstwagen. Der Picanto ist im Vergleich zum Vorgänger sechs Zentimeter länger. Das Wachstum kommt vor allem den Insassen zugute. Für Fahrer und Beifahrer gibt es jetzt mehr Beinfreiheit. Im Fond wird’s für Grossgewachsene allerdings etwas eng. Auch der Kofferraum ist mit 200 Liter Fassungsvermögen nicht gerade gross. Immerhin lassen sich die Rücksitzlehnen umlegen, dann gehen bis zu 870 Liter Gepäck hinein. Den von Kia versprochenen ebenen Laderaumboden finden wir allerdings nicht vor.
Fahren
Für Vortrieb in unserem Testwagen sorgt ein 1-Liter-Benziner mit 69 PS. Wie es für einen Dreizylinder typisch ist, läuft auch das Picanto-Aggregat recht kernig. Trotz dem mageren Drehmoment von maximal 95 Nm kann man auch flott unterwegs sein. Dann reichen die 4,1 Liter Durchschnittsverbrauch, die Kia angibt, allerdings nicht ganz. Trotz tadellos funktionierender Start-Stopp-Automatik waren es bei uns etwas über sechs Liter. Das Fahrwerk des Picanto liefert einen ordentlichen Alltagskomfort. Der kleine Koreaner ist sehr handlich, der Wendekreis beträgt unter 10 Meter.
Kaufen
Den Kia Picanto 1.0 gibt es ab 14'650 Franken. Der Clou: Bei allen Modellen sind sieben Jahre Garantie inbegriffen. Unser Testwagen kostet fast 19'000 Franken. Dafür ist aber alles an Bord, was man braucht. Zum Beispiel ein beheizbares Lenkrad - im Winter ein Hit. Für serienmässige Sicherheit sorgen acht Airbags und ein Antischleuderprogramm, dass bei Kia ESC heisst.
Fazit
Hübsch anzuschauen, ausreichend geräumig und spritzig zu fahren: Das Nachwürzen hat dem Kia Picanto gut getan. Wer sich für einen Kleinstwagen interessiert, sollte auf jeden Fall bei den Koreanern vorbeischauen. Zumal es in dieser Klasse einmalige sieben Jahre Garantie gibt.
| Marke | Kia |
|---|---|
| Modell | Picanto 1.0 |
| Motor | 1.0-Liter-Benziner 3-Zylinder |
| PS/KW | 69 PS/51 kW |
| Drehmoment | 95 Nm bei 3500 Touren |
| Fahrleistungen | 0 bis 100 km/h 14.4 s. Spitze 153 km/h |
| Antrieb | Vorderradantrieb |
| Getriebe | 5-Gang-Handschaltung |
| Verbrauch | Test 5.9 l/100 km Werk 4.1 l/100 km |
| CO2-Ausstoss | 95 g/km |
| Energieeffizienz | A |
| Masse | LxBxH 3.60x1.60x1.48 m |
| Kofferraum | 200 bis 870 Liter |
| Gewicht | 990 kg |
| Basispreis | 14'650 Franken |
| Testwagenpreis | 18'915 Franken |
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