Nach hinten in ein Coupé einsteigen ist beschwerlich. Hyundai hat nun die Lösung – der Veloster hat eine zusätzliche Hintertür.
Anschauen
Der Hyundai Veloster zieht die Blicke auf sich. Nicht nur weil unser Testwagen knütschgelb ist. Die Front mit den LED-Tagfahrlichtern ist frech, die Scheiben sind extrem schmal und die beiden Endrohre kess in die Mitte gerückt. Der Clou des Coupés ist aber die Flanke mit ihrem eigenwilligen Türkonzept: Links gibt´s nämlich nur eine, rechts dagegen zwei Zustiegsmöglichkeiten.
Reinsitzen
Das macht den Hinterbänklern das Leben leichter. In den Veloster können sie viel einfacher einsteigen als in ein herkömmliches Coupé. Doch einmal eingestiegen ist es genauso eng wie in allen Sportwagen. Auch beim Veloster sind die Rücksitze kaum mehr als eine Gepäckablage. Vorne geht es überraschend bequem zu: Die tiefen Sessel bieten einen guten Seitenhalt, man hat genügend Platz für Bauch und Beine und findet schnell eine bequeme Sitzposition, nur der Haarschopf streift ein wenig am Dach. Auch der Kofferraum ist geräumig – 320 Liter fasst das Ladeabteil des Koreaners. Im Vergleich zum peppigen Äusseren ist das Armaturenbrett recht bieder gestylt. Selbst wenn die graue Plastiklandschaft von ein paar Chromzierteilen aufgelockert wird.
Fahren
Der Hyundai Veloster ist momentan nur mit einer Motorisierung lieferbar – einem 1,6-Liter-Benzindirekteinspritzer mit 140 PS. Wenn man kräftig Gas gibt, geht der Veloster ordentlich ab. Für den Sprint von 0 auf Tempo 100 vergehen knapp zehn Sekunden. Wer „normal“ aufs Gaspedal drückt wird vom mangelnden Temperament in den unteren Drehzahlbereichen enttäuscht sein. Doch nur so hat man eine Chance den Werksverbrauch von 5,9 l/100 km zu erreichen. Auf unserer mal sportlichen, mal gemütlichen Testfahrt waren es fast neun Liter. Auch das Fahrwerk animiert zu sportlicher Fahrweise. Dank straffer Fahrwerksabstimmung und Breitreifen (215er) klebt der Veloster in Kurven sprichwörtlich auf dem Asphalt. Freude macht auch die direkte, feinfühlige Lenkung.
Kaufen
Dem starken Franken sei Dank – Hyundai gewährt auf dem Veloster 3000 Franken Eurorabatt. Der Basispreis liegt damit unter 25'000 Franken. Unser Testwagen mit vielen Extras – z. B. Panoramadach, Navigationssystem, Ledersitzen, etc. – kostet 31'840 Franken. Für einen ähnlich ausgestatteten VW Scirocco 1.4 TSI (122 PS) zahlt man rund 5000 Franken – VW-Eurobonus abgezogen - mehr.
Fazit
Der Hyundai Veloster ist das ideale Auto für sportlich ambitionierte Fahrer, die sich keinen echten Sportwagen leisten können oder wollen. Die Türe ist ein netter Gag, bringt aber beim knappen Platzangebot im Fond eigentlich nichts.
| Marke | Hyundai |
|---|---|
| Modell | Veloster |
| Motor | 1.6-Liter-Benziner 4-Zylinder |
| PS/KW | 140 PS/103 kW |
| Drehmoment | 167 Nm bei 4850 Umin |
| Fahrleistungen | 0 bis 100 km/h in 9.7 Sek. Spitze 201 km/h |
| Antrieb | Vorderradantrieb |
| Getriebe | 6-Gang-Handschaltung |
| Verbrauch | Test 8.8 l/100 km Werk 5.9 l/100 km |
| CO2-Ausstoss | 137 g/km |
| Energieeffizienz | B |
| Masse | LxBxH 4.22x1.79x1.40 m |
| Kofferraum | 320 bis 1015 Liter |
| Gewicht | 1310 kg |
| Basispreis | 24'990 Franken |
| Testwagenpreis | 31'840 Franken |